Treibstoffverbrauch? Gesenkt um einen ganzen Drittel!

Die Autoindustrie hat in Bezug auf die Energieeffizienz in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte erzielt: So ist der Treibstoffverbrauch von 1990 bis 2014 um 33 Prozent zurückgegangen und liegt heute im Schnitt bei 6,1 Liter pro 100 Kilometer. Gleichzeitig sind die Motoren heute bei gleichem Hubraum durchschnittlich um 22 Prozent leistungsfähiger.
 

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Grössere und damit schwerere Autos sind immer noch im Kauftrend (Bsp. SUV). Dasselbe gilt für die Ausrüstung mit Allradantrieb. Autos werden mit mehr Komfort- und Sicherheitsausstattung immer schwerer. Nachdem das Leergewicht der Neuwagen 2012 mit 1510 kg einen Rekordwert erreicht hatte, pendelt es seitdem um einen Wert von 1500 kg. Pro 100 kg Zusatzgewicht verbraucht ein Personenwagen rund einen halben Liter mehr Treibstoff auf 100 Kilometer. Der durchschnittliche Hubraum der Neuwagen sinkt tendenziell  und liegt aktuell bei 1800 cm3. Vor allem in den tieferen Hubraumklassen hält die Tendenz hin zu kleineren Motoren mit 4 und weniger Zylindern an.

Dass der durchschnittliche Treibstoffverbrauch abnimmt, ist auch das Verdienst der Käuferinnen und Käufer von neuen Autos. Rund ein Drittel von ihnen entscheidet sich für ein Fahrzeug der Energieeffizienz-Kategorien A oder B. Der Neuwagenkauf ist eine der wichtigsten Entscheidungen eines Haushalts bei der Frage, was er für die Umwelt tun möchte.

Mit dem AutoEnergieCheck können jetzt auch Besitzerinnen und Besitzer von älteren Autos zum Energiesparen beitragen.


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Immer weniger CO2 schont das Klima
Mit dem Treibstoffverbrauch haben sich auch die CO2-Emissionen neuer Autos verringert: um 26 Prozent zwischen 2004 und 2014. Der durchschnittliche Ausstoss betrug im Jahr 2010 noch 161 Gramm CO2 pro Kilometer. 2014 lagen die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neuwagen bei 142 Gramm CO2 pro Kilometer, das sind 2 % weniger als im Vorjahr (2013: 145 g/km).

Die Politik will, dass neu zugelassene Autos nur noch 130 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer ausstossen. Dieser Zielwert gilt seit 2015 und wurde schrittweise eingeführt. Die Folge davon sind das Gesetz und die Verordnung über die CO2-Emissionen und entsprechende Sanktionen, wenn der Zielwert nicht erreicht werden sollte.

Nach 2015 werden die Zielwerte für Personenwagen bis ins Jahr 2020 weiter gesenkt: auf nur noch 95 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer. Zugleich werden die Emissionsziele auch auf andere Fahrzeuggruppen wie zum Beispiel Lieferwagen ausgeweitet.

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Das einzelne Auto wird umweltfreundlicher
Entscheidend für diese Erfolge ist vor allem der technische Fortschritt. Die Energieeffizienz der Neuwagen hat sich dadurch stark verbessert. Der Verbrauch pro 1000 Kilogramm Fahrzeuggewicht betrug im Jahr 2014 4,05 Liter pro 100 Kilometer. 1990 waren es noch 7,5 Liter.

Allerdings ist die Sache nicht so einfach: Zwar stösst das einzelne Auto immer weniger CO2 aus. Weil aber die Bevölkerung wächst und immer mehr Menschen unterwegs sind, steigt der Gesamt-Energieverbrauch und damit auch die CO2-Emissionen nach wie vor an – weltweit und in der Schweiz.

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Das Thema Energieverbrauch bleibt aktuell
Der Energieverbrauch ist Dauerthema der politischen Debatte. Hauptgrund dafür sind die beschränkten Ressourcen nicht erneuerbarer Energie und die Klimaerwärmung. Letztere wird nach gängiger Meinung durch den CO2-Ausstoss mitverursacht. Eine wichtige Rolle in den Bemühungen um Energieeffizienz spielt die steigende weltweite Nachfrage nach Energie.

Die Internationale Energieagentur (International Energy Agency) hat für den weltweiten Energieverbrauch folgende Prognose gemacht: Bis 2030 nimmt der Verbrauch von fossiler Energie (Erdöl, Erdgas, Kohle etc.) um 37 bis 50 Prozent und der CO2-Ausstoss um 39 bis 55 Prozent zu

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Energie sparen: Der Verkehr ist entscheidend
Bei den Bemühungen, Erdöl zu sparen, ist der Verkehr sehr wichtig. Geeignete Massnahmen tragen zu 60 Prozent der gesamten Einsparungen bei. Zwei Drittel davon machen energieeffizientere Fahrzeuge aus, einen Drittel Biotreibstoffe.

Zu beachten ist dabei: Zwar haben Elektroautos und Plug-in-Hybride inzwischen ihren festen Platz in der Palette der Automodelle. Aber der Verbrennungsmotor wird auch in Zukunft der mit Abstand häufigste Antrieb von Autos sein. Unterstützt wird er dabei immer häufiger von einem Elektromotor (Hybrid).

Die Art der Motorisierung bestimmt neben dem Fahrzeuggewicht in erster Linie die Höhe des Treibstoffverbrauchs und des CO2-Ausstosses. Die Grösse des Autos spielt eine untergeordnete Rolle.
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Kritischer Blick auf die Verbrauchs-Messung
Der vom Fahrzeughersteller angegebene Treibstoffverbrauch kann erheblich vom tatsächlichen Verbrauch abweichen. In Europa wenden die Hersteller einheitlich den Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) an, um Fahrzeuge miteinander vergleichen zu können.

Bei festgelegten Fahrzeugeinstellungen, Temperaturen, Geschwindigkeiten und Fahrdistanzen wird dabei auf dem Rollenprüfstand der Treibstoffverbrauch gemessen. In der Schweiz verfügen der TCS, die EMPA oder die Fachhochschule Biel über solche Prüfstände.
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Wir fahren heute anders
Das Problem ist: Dieser Normverbrauch entspricht gerade bei neueren Fahrzeugen immer seltener dem Verbrauch im Alltagsverkehr. Ein Grund dafür ist, dass sich wegen des Mehrverkehrs in den Städten und Agglomerationen die Einsatzbedingungen der Fahrzeuge verändert haben. Daher entspricht der genormte europäische Fahrzyklus immer weniger dem Fahrverhalten eines typischen automobilen Verkehrsteilnehmers.

Hinzu kommt, dass bei der Bestimmung des Normverbrauchs die immer zahlreicheren elektrischen Verbraucher und die Klimaanlage ausgeschaltet werden. Mit dieser Massnahme wird die Vergleichbar¬¬keit der einzelnen Fahrzeuge sichergestellt. Im Alltag dürften diese Elemente aber meist in Betrieb sein.


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