Diesel bleibt beliebt

29. Oktober 2019 agvs-upsa.ch – Der Diesel lebt und ist beliebt. Dies zeigt sich bei den Fahrzeugflotten, die noch immer hauptsächlich aus Dieselfahrzeugen bestehen. Alternative Antriebe gewinnen jedoch rasch an Attraktivität.

abi. Die neuste Ausgabe des Diesel-Reports der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) beschäftigt sich mit Fahrzeugflotten und zeigt deren Entwicklung auf. Dabei zeigt sich, dass der Selbstzünder gerade auch bei Flottenmanagern noch immer sehr beliebt ist. Laut DAT-Report beträgt der Anteil von Diesel-PW in deutschen Fuhrparks im Oktober 86 Prozent. Dies ist ein leichter Anstieg von einem Prozent gegenüber der Befragung von September 2018.

Dieseldiskussion hin oder her: 88 Prozent der Flottenmanager gaben an, die Bestellungen von neuen Diesel-Autos nicht zu reduzieren – vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Bei denjenigen, die ihren Dienstwagen selbst aussuchen können, stösst der Diesel auf Anklang: 76 Prozent der Flottenmanager bestätigten, für diese Personen weiterhin Diesel bestellt zu haben und auch in Zukunft zu bestellen. Das ist eine Steigerung von 13 Prozent gegenüber September 2018. 

Auch schreitet die Verjüngung der Flotte rasch voran: Während im Vorjahr noch 17 Prozent mit der Emissionsklasse Euro 5 fuhren, sind es jetzt nur noch 8 Prozent. «In Firmenfuhrparks ist die Haltedauer der Fahrzeuge in der Regel kürzer als beim privaten Endverbraucher», sagt Martin Endlein, Leiter Unternehmenskommunikation bei der DAT. «Das zeigt sich deutlich am gesunkenen Anteil der Euro-5-Diesel.» 

Allerdings stehen auch alternative Antriebe vermehrt im Fokus – und zwar rasant: Inzwischen wollen 59 Prozent der Flottenmanager mittelfristig vermehrt mit alternativen Antrieben planen. Bei der ersten Befragung im April 2019 waren es noch 49 Prozent.

Lediglich 12 Prozent der Flottenverantwortlichen ziehen die Anschaffung von E-Autos gar nicht in Erwägung. Beschaffen Flottenmanager trotzdem E-Autos, dann steht dabei vor allem die CO2-Bilanz der gesamten Flotte im Vordergrund, wie es im Report heisst. 



Ein weiterer Grund sind die politischen respektive steuerlichen Rahmenbedingungen – vor allem aus Sicht der Dienstwagenberechtigten. Hier zeigt die 0,5-Prozent-Regelung Wirkung. Dabei geht es um einen vergünstigten Steuersatz – immerhin 0,5 Prozent des PW-Bruttolistenpreises –, von dem sie bei der Anschaffung eines Autos mit alternativem Antrieb profitieren können. 63 Prozent der Flottenmanager gaben an, dass wegen der steuerlichen Vergünstigung in ihrem Unternehmen mehr Nachfrage von Dienstautoberechtigten nach alternativen Antriebsarten herrscht. Im April 2019 lag diese Zahl noch bei 37 Prozent. Bei 41 Prozent der Flottenmanager wurden dann aus den Anfragen auch tatsächlich Bestellungen ausgelöst. Kurz: Auch bei der Förderung von alternativen Antrieben funktioniert der Weg übers Portemonnaie.
 

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