Hybrid-Boom am Auto-Markt

3. September 2019 agvs-upsa.ch – Hybrid-Antriebe sind auf dem Vormarsch. Fast jede zehnte Neuzulassung im August war ein Fahrzeug mit Hybrid-Antrieb. Erdgas-Mobile konnte ihre Stückzahlen gegenüber dem Vorjahr verdoppeln.



pd. Die Elektrifizierung der Antriebe moderner Automobile schreitet weiter voran. Fast jede zehnte der 19'437 August-Neuzulassungen (-9,5 Prozent zum Vorjahresmonat) in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein entfiel auf ein Fahrzeug mit Hybrid-Antrieb, einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor. Elektro- sowie Erdgas-Mobile konnten ihre Stückzahlen im Vorjahresvergleich nahezu verdoppeln, so dass mit 13,5 Prozent Alternativ-Anteil im August ein Rekordwert für einen Kalendermonat erzielt wurde. Damit steckt in 22'353 oder 11,1 Prozent der seit Jahresbeginn eingelösten 202'091 neuen Personenwagen (-1,4 Prozent zum Vorjahr) ein alternativer Antrieb. Der Rückgang der Monatszahlen zum Vorjahr ist auch auf einen fehlenden Arbeitstag zurückzuführen.

Mild-, Voll- und Plug-in-Hybride erfreuen sich bei Automobilherstellern wie Kunden wachsender Beliebtheit. Mit 9,8 Prozent lag ihr Marktanteil am Schweizer Auto-Markt in einem Kalendermonat noch nie so hoch wie im abgelaufenen August 2019. 
Während Benzin-Hybride schon länger en vogue sind, kommen nun vermehrt elektrifizierte Diesel-Aggregate zum Einsatz, die für sich genommen im August auf 1,6 Prozent Marktanteil kommen. Mit Unterstützung eines Elektromotors kann die im Vergleich zu einem Benziner per se schon höhere Effizienz nochmals gesteigert werden. 

Dies führt oft zu spürbar niedrigeren CO2-Emissionen. Zusammen mit den innert Jahresfrist verdoppelten Marktanteilen von Elektro- (3,2 Prozent) und Erdgas-Mobilen (0,6 Prozent) sowie zwei Wasserstoff-Fuel-Cell-Fahrzeugen kommen die Alternativ-Antriebe auf eine August-Quote von 13,5 Prozent.



«Bis Ende August wurden im laufenden Jahr schon mehr Neuwagen mit Alternativ-Antrieb eingelöst als im gesamten Jahr 2018. Die Alternativen sind zur Normalität geworden», konstatiert Auto-Schweiz-Mediensprecher Christoph Wolnik angesichts dieser Zahlen. Dabei werde deutlich, dass alle Antriebsarten ihre Berechtigung hätten: «Wir spüren eine Stabilisierung der Diesel-Nachfrage, auch dank der zunehmenden Elektrifizierung des Selbstzünders. Gleichzeitig gewinnen Elektrofahrzeuge an Bedeutung, Erdgas ist und bleibt unverzichtbar. So gibt es für jedes Nutzungsprofil und jeden Haupteinsatzzweck mindestens eine Motorisierung, die sehr gut dazu passt und ihre Stärken voll ausspielen kann.»

Mit dem 1. September 2019 ist für sämtliche neuen Personenwagen, die in die Schweiz importiert werden, die Abgasnorm Euro 6d-TEMP in Kraft getreten. Nach dem Prüfzyklus WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure) hält damit neu die Messung sogenannter «Real Driving Emissions» während Messfahrten auf der Strasse Einzug. Für neuentwickelte Fahrzeugmodelle und Motorisierungen (Typengenehmigungen) gilt Euro 6d-TEMP bereits seit zwei Jahren.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen unter www.auto.swiss zur Verfügung.
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