E-Vignette als Ergänzung

15. August 2019 agvs-upsa.ch – Die Tage der Klebevignette sind nicht vorbei, aber der Bundesrat hat beschlossen, dass sie ab 2022 auch eine E-Variante gibt. Und so funktioniert es.

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pd. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung die Botschaft zur Änderung des Nationalstrassenabgabegesetzes zuhanden des Parlaments verabschiedet. Die Vorlage sieht die Einführung einer elektronischen Autobahnvignette auf freiwilliger Basis im Jahr 2022 vor. Die 1985 eingeführte Klebevignette soll aber nicht vollständig von der Bildfläche verschwinden, sondern mit einer elektronischen Erhebungsform (E-Vignette) ergänzt werden. Der vollständige Ersatz der Klebevignette wurde in der Vernehmlassung von verschiedener Seite kritisch beurteilt. Hauptsächlich wurde der Aufbau eines kamerabasierten Kontrollsystems zur Nummernschilderkennung für den Vollzug einer einfachen pauschalen Jahresabgabe als unverhältnismässig taxiert. Ferner äusserten sich die Gegner skeptisch bezüglich des Datenschutzes.

Der Bundesrat hat daher beschlossen, die Klebevignette nicht komplett zu ersetzen. Es bleibt den Fahrzeughalterinnen und -haltern überlassen, ob sie für die Benützung der abgabepflichtigen Nationalstrassen weiterhin eine Klebevignette am Fahrzeug anbringen oder lieber eine elektronische Vignette kaufen wollen. Wer sich für die elektronische Variante entscheidet, muss das Kontrollschild seines Fahrzeuges über eine Internetapplikation im System registrieren. Kontrollen erfolgen den neuen Verhältnissen angepasst wie bisher durch die Polizei und die Eidgenössische Zollverwaltung. Die E-Vignette soll auf das Jahr 2022 eingeführt werden.
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Kommentare


E.T. 20. August 2019 - 10:18
Was soll das mit dem Datenschutz? Alle Autos sind registriert und wer eine E-Vignette kauft, weiss das er mit Namen und vor allem mit dem Fahrzeug registriert ist... Zusätzliche Kameras braucht das nicht, könnte ja mit dem Motorrad auch einfach auf die Autobahn fahren ob mit oder ohne Vignette - das kann ja auch nur bei einer effektiven Kontrolle durch die Polizei kontrolliert werden ob eine Vignette vorhanden ist oder nicht... so wäre das bei den Autos genau gleich...

Hans Zindel 20. August 2019 - 10:39
Alle reden von Digitalisierung - wissen sie von was sie reden? 1 Digit = 1 Schritt, also läuft selbst die alte Pendüle an der Wand digital, macht doch ihr Pendel immer einen Schritt nach links und dann einen nach rechts und bleibt dazwischen stehen - also funktioniert sie schrittweise - sprich Digital! Es wäre wohl vielen verständlicher, wenn man von einer Ausweitung der nicht mehr aufzuhaltenden EDV sprechen würde. Oder glaubt jemand wirklich, der Bauer würde seine Kühe noch alle von Hand melken können? Oder glaubt ernsthaft noch jemand, er könne sich noch "unbewacht" bewegen - sprich Navi im Automobil, Unfallmeldungseinrichtung beim Fahrzeughersteller, ob aktiviert oder nicht, ach ja und natürlich das Mobiltelefon! In Portugal sind einzelne Autobahnen bereits nur noch per elektronische Maut-Erfassung benutzbar. Wann finden wir Schweizer wohl den Einzug ins 21 Jahrhundert? Freundliche Grüsse Hans Zindel