Euro 7: Das sind die wichtigsten Neuerungen

Kampf gegen Feinstaub

Euro 7: Das sind die wichtigsten Neuerungen

10. November 2022 agvs-upsa.ch – Weniger Feinstaub und Mikroplastik statt nur erneute Schadstoffregulierungen: Dies und mehr hat die EU-Kommission im Rahmen der ab 2025 geltenden Emissionsnormen für Neuwagen entschieden.

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Auch Elektroautos müssen in Zukunft vermehrt Emissions-Normen erfüllen. Foto: Shutterstock

mfi. In 13 Jahren sollen in der EU nur noch Autos zugelassen werden, die komplett CO2-neutral sind. Nebst den Auspuffabgasen geraten deshalb mit der neuen Abgasnorm Euro 7, die bereits 2025 in Kraft treten soll, vor allem Feinstaub- und Mikroplastikemissionen ins Visier der EU. Als grösste Neuerung will die neue Emissionsregelung neben Auspuffabgasen auch Vorgaben für die Emissionen von Bremsen und Reifen einführen. Dies nicht zuletzt, da Autos mit Elektroantrieb auf dem Vormarsch sind und somit auch Reifen und Bremsen auf dem Weg seien, «die Hauptquellen von Partikelemissionen zu werden», wie die EU-Kommission am Donnerstagmorgen in Brüssel erklärte. Hersteller von Elektrofahrzeugen sollen ausserdem in Zukunft Rechenschaft ablegen müssen, was die Lebensdauer von Antriebsbatterien anbelangt. Erklärtes Ziel der Kommission sei, damit «Das Vertrauen der Konsumenten in elektrische Fahrzeuge zu stärken.»

Die Stickoxid-Grenzwerte für Autos und Vans wurden allerdings nur teilweise niedriger definiert als bei der seit 2015 geltenden Abgasnorm Euro 6. Bei Fahrzeugen mit Dieselmotor soll der Grenzwert von 80 auf 60 Milligramm pro Kilometer sinken, bei Benzinern soll weiterhin ein maximaler Stickoxidausstoss von 60 Milligramm erlaubt sein. Auch sollen die Emissionsgrenzwerte in realitätsnahen Konditionen getestet werden. Dies heisst konkret, dass gewisse Grenzwerte bei Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius nicht überschritten werden dürfen. Insofern ist das bemerkenswert, weil mit der heute geltenden Norm bis anhin dieser Grenzwert bei «nur» 38 Grad nicht überschritten werden darf. 

Für LKW und Busse will die EU-Kommission die Grenzwerte noch zusätzlich stärker senken. Ausserdem sollen in sieben Jahren bisher nicht erfasste Gase reguliert werden. Dazu zählen beispielsweise Limiten für Ammoniak für Personenwagen, für Formaldehyd sowie für Lastwagen auch Maximalwerte bei Lachgas (Distickstoffmonoxid).

Mit dem «Europäischen Grünen Deal» hat die EU-Kommission eine neue Wachstumsstrategie vorgelegt, die nach eigenen Angaben «den Übergang zu einer klimaneutralen, ressourcenschonenden, wettbewerbsfähigen und emissionsfreien Wirtschaft in Europa fördern wird». Um den Wechsel zu einer nachhaltigen Mobilität zu beschleunigen, sollen die Verkehrsmittel insbesondere in den Städten deutlich umweltfreundlicher werden. Zu diesem Zweck hatte die Kommission im Vorfeld Arbeiten eingeleitet, um die Bewertung und mögliche Überarbeitung der derzeitigen Emissionsnormen Euro 6/VI für Personenkraftwagen, leichte Nutzfahrzeuge, Lastkraftwagen und Busse zu unterstützen.
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