Neu: Warngeräusch bei E-Autos Pflicht

Der Sound der E-Mobilität

Neu: Warngeräusch bei E-Autos Pflicht

28. Juni 2021 agvs-upsa.ch – Damit insbesondere Fussgänger und Radfahrer herannahende E-Autos frühzeitig wahrnehmen können, müssen diese über ein akustisches Warnsystem (AVAS) verfügen. Diese Regelung gilt ab 1. Juli 2021 nun bei allen neu importierten Hybrid- und E-Fahrzeugen.

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Quelle: Continental

cst. Elektroautos machen weniger Fahrgeräusche als Verbrenner. Das ist einerseits in Bezug auf den Verkehrslärm sehr erfreulich, andererseits gibt es ein Sicherheitsproblem: Weil E-Autos leiser sind, können sie bei langsamer Fahrt von anderen Verkehrsteilnehmenden wie Fussgängern oder Radfahrern leicht überhört werden. Aus diesem Grund müssen seit dem 1. Juli 2019 «neue Typen von Hybridelektro- und reinen Elektrofahrzeugen» mit einem künstlichen Sound ausgestattet sein. Basis dieser Geräusch-Pflicht bildet die EU-Verordnung 540/2014. Ab 1. Juli 2021 gilt diese Regelung nun für alle neuen in die Schweiz eingeführten Hybrid- und Elektrofahrzeuge mit EU-Gesamtgenehmigung. Ausschlaggebend ist dabei das Verzollungsdatum. Dementsprechend können bereits in die Schweiz eingeführte Neufahrzeuge ohne diese Ausstattung nach wie vor verkauft werden.

Um Fussgänger und Radfahrer zu schützen, kommt das sogenannte «Acoustic Vehicle Alerting System» (AVAS) zum Einsatz. Dieses akustische Fahrzeugwarnsystem ertönt zwischen Anfahren und dem Erreichen einer Geschwindigkeit von rund 20 km/h sowie beim Rückwärtsfahren. 

Interessant: Wie die konkrete Gestaltung des E-Sounds umzusetzen ist, wird durch die EU-Verordnung nicht vorgegeben. Entsprechend verpassen die Hersteller ihren E-Modellen ein individuelles Sounddesign. Bei Volkswagen zum Beispiel entstand der ID-Sound in Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Musikproduzenten Leslie Mandoki. Ihm gelang es, der Dynamik der E-Mobilität mit vielschichtigen Tonspuren Ausdruck zu verleihen. «Mit dem Sound bekommt das E-Fahrzeug eine eigene Stimme, die wir vollkommen unabhängig von mechanischen Geräuschen selbst gestalten können», so Klaus Bischoff, VW-Chefdesigner.

BMW wiederum arbeitet für den reinelektrisch angetriebenen i4 M50 mit dem weltberühmten Filmkomponisten Hans Zimmer («Pearl Harbour», «Gladiator», «Der König der Löwen» usw.) zusammen. Dieser neu entwickelte Antriebssound wird im Laufe des Jahres 2022 erlebbar sein. So viel sei bereits verraten: Das Klangerlebnis entfaltet sich beim Tritt aufs Gaspedal. «Innerhalb von Millisekunden werden die Vorgänge im Antrieb erfasst und Beschleunigung, Lastwechsel oder Rekuperation adäquat akustisch inszeniert», teilt BMW mit. 

Bildquelle Topteaser: Volkswagen
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