So schnell zahlt sich ein Umdenken aus

18. Januar 2018 autoenergiecheck.ch –  Die Garage Moderne SA aus Bulle hat im abgelaufenen Jahr 1330 AutoEnergieChecks (AEC) durchgeführt und ist AEC-Garagenbetrieb des Jahres 2017. Der AGVS-Betrieb aus dem Kanton Freiburg verteidigt damit seinen Titel und teilt mit zwei Urner AGVS-Mitgliedern das Podest. Das Podest knapp verpasst hat die Turbotec GmbH aus Altdorf. Mit 429 AEC erreichte der letztjährige Zweite Rang vier.

tki. «Ein Couvert habe ich nicht dabei. Denn wir wissen, selbst bei der Oscarverleihung kann das schiefgehen», spurte Markus Peter, Leiter Technik & Umwelt beim AGVS, am diesjährigen «Tag der Schweizer Garagisten» auf die Preisverleihung zum AEC-Garagist des Jahres 2017 vor. Die bereits zum dritten Mal durchgeführte Prämierung des fleissigsten Checkanbieters wartete heuer zwar nicht mit grossen Überraschungen auf, konnte aber konsolidieren: die umwelt- und energiefreundliche AGVS-Dienstleistung hilft den Garagisten, als Mobilitätsdienstleister und CO2-Optimierer wahrgenommen zu werden. «Und geniesst mit EnergieSchweiz, dem Energiesparprogramm des Bundesamts für Energie, einen prominenten Partner an seiner Seite», erklärte Markus Peter.
 
Die Kundenbindung im Fokus
Der partnerschaftliche Gedanke sei denn auch die Basis des AEC: Das Zehn-Punkte-Checkprogramm, das sich beispielsweise in einen Service integrieren lässt, soll dem Garagisten dazu verhelfen, beim Kunden in der Zeit der digitalen Dienstleistungen weiterhin eine Vertrauensrolle einzunehmen und als versierter Berater wahrgenommen zu werden. Dass dieser Plan aufgeht, bestätigen indes die Zahlen einer repräsentativen Marktforschung im Anschluss an die AEC-Herbstkampagne im Jahr 2016: «Wer den AEC anbietet, wird deutlich stärker als Dienstleister wahrgenommen», so das Fazit (weitere Informationen in der AUTOINSIDE-Februarausgabe).
 
Luft nach oben nutzen
Auch dieser Tage ist der AEC in den nationalen Medien präsent. Noch bis Ende März weibelt die Winterkampagne 2017/18 mit Markenbotschafter Dario Cologna um die Gunst der Kundschaft, aber auch der AGVS-Garagisten, die den AEC noch nicht im Programm haben. Markus Peter: «Dario Cologna ist derzeit in Topform – das hilft uns enorm, in den nächsten Tagen und Wochen weitere Kreise zu erreichen. » Sportlich wie auch ökonomisch lautet jedoch die Devise: Luft nach oben gibt es immer. So fragte Moderator Patrick Rohr zurecht, ob denn der AEC bei den AGVS-Mitgliedern wie auch beim Endkunden noch immer unter dem Radar fliege.

Markus Peter zeigte den Handlungsbedarf auf: «Vielleicht hat ein Kunde bereits vor ein oder zwei Jahren einen AEC absolviert und ist in diesem Sinne gesättigt. Grund genug für uns, den Check inhaltlich weiterzuentwickeln, ihn aktiv ins Gedächtnis zu rufen und Kooperationen zu suchen.» Kurzum: Die AGVS-Verantwortlichen wollen den AEC weiterbringen. Doch zunächst galt es, im Kursaal in Bern AEC-Erfolge ins Gedächtnis zu rufen.


Dragan Petrovic, Serviceleiter der Garage Moderne SA in Bulle, mit Markus Peter, beim AGVS für die Bereiche Technik & Umwelt zuständig.
 
20 von 35 Monatsrankings dominiert
Anlässlich der Preisverleihung des AEC-Garagisten 2017 konnte denn auch ein bekannter Gast auf die Bühne gebeten werden: Dragan Petrovic, Serviceleiter der Garage Moderne SA in Bulle. Seinem Team gelangen im abgelaufenen Jahr 1330 AEC. Mit diesem Effort darf das Team aus dem Kanton Freiburg für sich in Anspruch nehmen, gemeinsam mit seinen Kunden in einem Jahr bis zu 320‘000 Liter Benzin und 745 Tonnen CO2 eingespart zu haben. Damit nicht genug: Im seit Februar 2015 durchgeführten Monatsranking verwies der Peugeot-Vertreter in 20 der 35 Auswertungen die Mitbewerber auf die Plätze. Ein Engagement, das der Freiburger Betrieb aufgrund der noch kleinen Zahl  AEC-Anbieter in der Romandie zusätzlich für sich nutzen konnte, um auch bei der Kundschaft positiv auf sich aufmerksam zu machen – nicht zuletzt auch dank einer Reportage im Westschweizer Fernsehen.
 
Aus dem Nichts an die Spitze
Eine doppelte Überraschung zeichnete sich derweil im Urnerland ab: Kein Kanton ist in Sachen AEC derart aktiv wie Uri. Dies wirkt sich auf die Jahreswertung aus, in der es wie schon vor Jahresfrist zwei Urner Betriebe aufs Podest geschafft haben. Die Garage Gisler AG aus Erstfeld erreichte mit 665 AEC den zweiten Platz, die Walker GmbH aus Altdorf wurde mit 598 AEC Dritte. Karl Baumann, beim AGVS für Arbeitssicherheit & Umwelt zuständig, nahm das Diplom des Bronzemedaillengewinners nicht nur stellvertretend entgegen, sondern als Urner notabene auch mit auf den Heimweg. Ob sich überhaupt noch genug Platz im Eingang der Altdorfer Garage für das zweite AEC-Diplom finde, wollte Moderator Patrick Rohr wissen. «Sicher – auch für die der nächsten Jahre», konterte Baumann schmunzelnd und verriet seine Motivation, den AEC als Garagendienstleistung regional zu verankern.


Jung, innovativ, mit der AEC-Auszeichnung belohnt: Mario Gisler von der Garage Gisler AG aus Erstfeld.

Das Umdenken geht weiter
Frischen Wind dürfte das Diplom des zweiten Siegers indes in den Betrieb des Erstfelder AEC-Anbieters bringen. Mario Gisler von der gleichnamigen Garage aus Erstfeld war sichtlich überrascht, als er von seiner Platzierung erfuhr: «Wir starteten erst diesen März mit dem AEC und rechneten nicht damit, gleich unter den besten Checkanbietern des Jahres zu sein», gab er zu. Der Betrieb rund um den stellvertretenden Geschäftsführer und Automobildiagnostiker EFA tauchte 2017 denn auch praktisch aus dem Nichts auf. «Karl Baumann vom AGVS hat uns mehrmals besucht und motiviert», so der Juniorchef des Familienbetriebs. Mit Erfolg, schwappe die aktive, für Neuerungen bereite Haltung des Teams doch allmählich auf die Kundschaft über, wie der junge Urner betonte.

Es brauchte demnach erst einen Mentalitätswandel bei den Garagenmitarbeitern, um einen ebensolchen bei der Kundschaft zu erreichen. Ein Schlusswort ganz im Sinne Markus Peters:  «In erster Linie geht es beim AEC um die Kundenbindung. Man leistet etwas mehr, als erwartet – und das hinterlässt Eindruck.»
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