Reine Elektrofahrzeuge? In fünf bis zehn Jahren…

9. August 2018 autoenergiecheck.ch – Energieeffiziente Antriebssysteme gewinnen gemäss Mobilitätsmonitor von auto-schweiz laufend an Akzeptanz; 72 Prozent der Befragten können sich den Kauf eines solchen Fahrzeugs nun vorstellen. Es gibt jedoch ein grosses «Aber ...».



kro. Der Mobilitätsmonitor von auto-schweiz in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut gfs.bern misst in der Schweiz in regelmässigen Abständen den Puls zu den Themen Auto und Mobilität. Keine neue Erkenntnis aber Bestätigung des Trends: Energieeffiziente Antriebssysteme gewinnen laufend an Akzeptanz; 72 Prozent der Befragten können sich den Kauf eines solchen Fahrzeugs inzwischen vorstellen. Am attraktivsten sind – nach wie vor – Modelle mit kombinierten Verbrennungs- und Elektromotoren.
 
Ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug wollen sich innerhalb der nächsten zwei Jahre nur gerade 5 Prozent, während 41 Prozent damit die nächsten fünf bis zehn Jahre (!) warten wollen, primär, weil E-Autos als teuer gelten. Bei dieser Betrachtung spielt auch die nach wie vor geringe Reichweite vieler Elektromodelle eine Rolle. Einen Diesel zu kaufen können sich hingegen nur noch 45 Prozent vorstellen – obwohl Fahrverbote in der Schweiz im Gegensatz zu Deutschland nicht zur Diskussion stehen.

Erkenntnis: 13 Prozent sehen den motorisierten Individualverkehr (MIV) aktuell als problematisch an. Vor zwei Jahren waren es noch 29 Prozent.
Verzicht aufs Auto? Nein danke!
Erfreulich: Der motorisierte Individualverkehr (MIV) wird insgesamt positiver beurteilt als beim letzten Mobilitätsmonitor 2015: 36 Prozent sehen im MIV mehr Vor- als Nachteile; die reine Problemsicht hat von 29 auf 13 Prozent deutlich abgenommen. 77 Prozent sind der Ansicht, dass die Automobilbranche mit umweltfreundlicheren Motoren weiter zur Lösung des Klimaproblems beitragen kann. Allerdings zeichnet sich laut den Autoren eine zunehmend kritischere Betrachtung darüber ab, dass das der Nutzen des Automobils allen zugutekommt – der Anteil jener, die das Auto für «unverzichtbar» halten, nimmt seit Jahren ab, genauso wie der Wert des Autos als Statussymbol.

Diese zunehmend kritische Haltung hat auch damit zu tun, dass Staus für 55 Prozent der Befragten ein Problem darstellt. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist dagegen die Tatsache, dass sich Carsharing-Modelle im Vergleich zur Umfrage 2015 einer geringeren Beliebtheit erfreuen. Trotzdem: Ein Verzicht auf das Auto ist nur für einen Viertel überhaupt eine Option; 2015 sah das mit einem Drittel noch ganz anders aus.

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