Wasserstoff als Ergänzung zu den fossilen Treibstoffen

31. Oktober 2019 agvs-upsa.ch – Im Kampf gegen den CO2-Ausstoss kann Wasserstoff eine ergänzende Rolle zu den heutigen fossilen Treibstoffen übernehmen. Avenergy Suisse widmete deshalb ihren Branchentag der H2-Mobilität.



abi. Avenergy Suisse, wie sich der Verband Erdöl-Vereinigung seit diesem Sommer nennt, ist als Partner des Fördervereins H2 Mobilität Schweiz daran interessiert, die Verbreitung der Wasserstoff-Technologie voranzutreiben. Die Avenergy-Suisse-Mitglieder engagieren sich schon länger für die Beschaffung und Vermarktung von erneuerbaren Biotreibstoffen, zu denen auch Wasserstoff zählt. 

Wie gross das Interesse an der Wasserstoffmobilität ist, zeigte sich am Mittwoch in Zürich: Avenergy Suisse bot der H2-Technologie die grosse Bühne und stellte den Branchentag ganz in ihr Zeichen. «Es soll keine Jubelveranstaltung werden», sagte Roland Bilang, Geschäftsführer Avenergy Suisse, zur Begrüssung. «Aber wir wollen uns mit der Technologie auseinandersetzen und den Wasserstoff möglichst weit ausleuchten.»

Verschiedene Referenten aus dem In- und Ausland nahmen sich in der Folge der Thematik an – von Christian Bach, Abteilungsleiter Fahrzeugantriebssysteme bei der Empa, über Nikolas Iwan, Geschäftsführer der deutschen H2Mobility, Roger Hausammann, Leiter Technik bei Coop Mineraloel AG, bis zu Marcel Guerry, Mitglied der Geschäftsleitung der Emil Frey AG und Geschäftsführer Schweiz. Sie sprachen beispielsweise über den aktuellen Stand und die Entwicklung in der Schweiz und den Nachbarländern, über Herausforderungen aus Sicht der Transportwirtschaft, aus Sicht der Automobilhersteller und beim Bau einer H2-Tankstelle. Einig waren sich die Referenten darin, dass erneuerbarer Wasserstoff ein Schlüsselelement für die Dekarbonisierung ist.

 

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Christian Bach beispielsweise nutzte die Gelegenheit beispielsweise und informierte die über 200 Branchenvertreterinnen und -vertreter über die verschiedenen Antriebstechnologien und erklärte, dass für jeden Antrieb das passende Umfeld bestehe. So sind E-Fahrzeuge beispielsweise in einer Stadt sinnvoll, auf längeren Strecken punkten hingegen synthetische Treibstoffe. «Wir werden dabei nicht an Wasserstoff vorbeikommen», sagte er. 

Allerdings sei für die CO2-Reduktion nicht das Antriebskonzept entscheidend, sondern die dafür verwendete Energie. Und gerade bei der erneuerbaren Energie gehe es darum, solche zu nutzen, die in anderen Energie-Sektoren nicht genutzt werden könne – beispielsweise die bisher ungenutzte Sonneneinstrahlung in Wüstenregionen. Mit Blick auf die weltweite Wüstenfläche betonte er, dass kein Energieproblem bestehe. «Aber wir haben sie nicht in der Form und an dem Ort, an dem wir sie haben wollen. Wir müssen es schaffen, die Energie dort zu ernten, wo sie niemand sonst braucht», sagte er. Eine grosse Herausforderung für die Umwandlung in der Wüste ist dabei natürlich das fehlende Wasser. 

Über was die Referenten sonst noch sprachen und weshalb die Schweiz in Sachen H2 als Vorreiterin gilt, lesen Sie im kommenden AUTOINSIDE 12/2019.
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