Wasserstoff vor Elektro

30. Dezember 2019 agvs-upsa.ch – Die deutsche Energie Agentur (Dena) hat eine Umfrage zu alternativen Antrieben durchgeführt. Erstaunlich: In Deutschland würden sich doppelt so viele Befragte für ein Wassersstoff- als ein Elektroauto entscheiden.

verkehrswende_artikel_1.jpg

pd/jas. Die deutsche Energie-Agentur (dena) hat Ende November eine Umfrage durchgeführt, die aufzeigte, dass in unserem Nachbarland das Interesse an Autos mit alternativem Antrieb weiter steigt. 72 Prozent der Deutschen würden sich für einen alternativen Antrieb entscheiden, wenn der Kaufpreis derselbe wie bei einem klassischen Verbrenner wäre. Das sind 12 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und sogar 22 Prozent mehr als vor zwei Jahren.

Spannend dabei: Ein Drittel der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher würde sich für ein Fahrzeug mit Wasserstoff- beziehungsweise Brennstoffzellenantrieb entscheiden. Somit interessieren sich erstmals mehr Deutsche für ein Wasserstoff-/Brennstoffzellenauto als ein Elektroauto. Denn aktuell würden sich nur noch 17 Prozent der Deutschen bei gleichem Kaufpreis für einen Stromer entscheiden. 2018 waren es noch 24 Prozent. Trotz der im Vergleich zur Schweiz klar längeren Distanzen und somit grösseren Kilometerleistungen pro Fahrzeug in Deutschland würde nur noch jeder Fünfte einen reinen Verbrennungsmotor (Benzin 13 Prozent beziehungsweise Diesel 8 Prozent) ins Auge fassen.

verkehrswende_artikel_3.jpg«Die Verbraucher haben ein hohes Interesse an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und sind diesen gegenüber insgesamt zunehmend positiv eingestellt», erklärt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. «Um das Marktwachstum von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben weiter zu beschleunigen, braucht es noch mehr attraktive Modelle, genauso wie klare politische Rahmenbedingungen, die diese Modelle wettbewerbsfähiger machen.»

Die Befragung zeigte aber auch grosse Wissensdefizite in Bezug auf alternative Antriebe auf. So schätzt die Mehrheit der Befragten ihr Wissen über Verbrennungsmotoren wie Benzin (78 Prozent) und Diesel (71 Prozent) als «eher gut» ein, während es bei Batterieelektroautos nur 52 Prozent sind. Noch geringer ist der Anteil der gut Informierten bei anderen Antriebsarten wie Hybrid (39 Prozent), Wasserstoff/Brennstoffzelle (27 Prozent) und CNG/Biogas (24 Prozent). Nach Einschätzung der dena zeigt dies, wie wichtig Informationen über die Mobilität der Zukunft für Verbraucherinnen und Verbraucher sind.

Und hier kommt die Rolle des Garagisten als Experte und Mobilitätsberater voll zum Tragen. Denn mit der Beratung und dem Verkauf energieeffizienter Fahrzeuge, Produkte und Dienstleistungen leisten die Garagisten heute einen sehr wertvollen Beitrag für mehr Umweltschutz und für tiefere CO2-Emissionen. Diese beratende Rolle eröffnet dem Garagisten neue Chancen, die es zu nutzen gilt!
 
 

Bleiben Sie auf dem Laufenden und abonnieren Sie den AGVS-Newsletter!
Jetzt abonnieren


Feld für switchen des Galerietyps
Bildergalerie

Kommentar hinzufügen

Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.

Kommentare