«Verbrenner-Verbot vom Tisch»

Neue Euro-7-Abgasnorm

«Verbrenner-Verbot vom Tisch»

9. April 2021 agvs-upsa.ch – Die Präsidentin des deutschen Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, geht davon aus, dass die geplante Verschärfung der EU-Abgasvorschriften den Verbrennern nicht den Garaus macht.

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Quelle: Mercedes

pd. Die Expertengruppe der europäischen Kommission «Advisory Group on Vehicle Emission Standards» (AGVES) hat ihre Empfehlungen für die neue, schärfere Abgasnorm Euro 7 vorgestellt. Und trotz strengeren Grenzwerten und angepassten Prüfverfahren dürfte die wohl frühestens 2025 in Kraft tretende Euro-7-Norm erfreulicherweise nicht das Aus für die Verbrennungsmotoren bedeuten. Hildegard Müller, Präsidentin des deutschen Verbands der Automobilindustrie (VDA) erklärte dazu: «Die heute vorgelegten Pläne für die neue Euro-7-Norm für Personenwagen zeigen, dass die EU-Kommission die Grenzen des technisch machbaren akzeptiert und sich von unerreichbaren Zielen verabschiedet hat. Das ist ein gutes Zeichen für die Bürger in Europa und auch für den Umweltschutz.» Aus ihrer Sicht sei damit das Verbrenner-Verbot vom Tisch.

Die zuvor der EU-Kommission vorgelegten Pläne waren technisch nicht umsetzbar. Dies wurde explizit in dem AGVES-Meeting bestätigt. Beispielsweise das Anfahren am Berg mit Anhänger ist mit den gleichen niedrigen Abgaswerten, wie für normales Fahren auf der Landstrasse nicht machbar. Die ursprünglich geplante Umstellung des Messsystems auf ausnahmslos alle Zeitpunkte in der Nutzung hätte ein faktisches Verbot des Verbrennungsmotors bedeutet. Damit hätte der EU-Vorschlag verhindert, dass die neueste und sauberste Auto-Generation auf den Markt kommen kann. «Der bisherige EU-Vorschlag hätte uns beim Klimaschutz um Jahre zurückgeworfen», erklärte Müller.

Die VDA-Präsidentin bewertet den neuen Entwurf als technisch anspruchsvollen Weg: «Die neuen Vorschläge zur Reduzierung der Schadstoffemissionen sind nach erster Einschätzung um den Faktor 5 bis 10 schärfer als bei der Euro-6-Norm. Die Vorschläge bewegen sich weiterhin an der Grenze dessen, was technologisch erreichbar ist. Wir müssen weiterhin sehr achtsam sein, dass der Verbrennungsmotor nicht durch die Euro-7-Norm verunmöglicht wird. Andererseits hat die EU-Kommission heute bestätigt, dass dies nicht ihr Ziel sei.» Der neue EU-Vorschlag eröffnet bei entsprechender Ausgestaltung die Chance, dass die neueste und sauberste Auto-Generation auch weiterhin auf den Markt kommen kann. «Wir müssen nun zusätzlich die Versorgung mit E-Fuels, synthetischen Treibstoffen aus erneuerbaren Energiequellen, vorantreiben. Denn nicht der Motor ist ein Problem für das Klima, sondern der fossile Kraftstoff», kommentiert Hildegard Müller.

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Quelle: Mercedes

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