Clever Fahren und die Technik nutzen

20. Febuar 2018 autoenergiecheck.ch – Um die Grundgedanken des AutoEnergieCheck breiteren Kreisen zugänglich zu machen und somit auch mehr potenzielle Garagenkunden erreichen zu können, sucht der AGVS Kooperationen. Ein wichtiger AEC-Partner ist nebst EnergieSchweiz, dem Energiesparprogramm des Bundes, die Quality Alliance EcoDrive. Geschäftsführer Reiner Langendorf, erklärt, wie Garagisten mit Wissen um den AEC-Kontrollpunkt «Energieeffzientes Fahren» auftrumpfen können. 


Markenbotschafter Dario Cologna macht derzeit beste Werbung für den Schweizer Wintersport und den AutoEnergieCheck.

tki. Der AEC ist für Garagisten auf mehreren Ebenen eine gute Ergänzung für ihre Dienstleistungspalette: er holt die Kunden beim Thema Umweltbewusstsein ab. Er hilft den Automobilisten, Energie, Treibstoff und somit Geld zu sparen. Er unterstützt die Werkstattmitarbeiter bei der Kundenbeziehung und dabei, als Mobilitätsdienstleister wahrgenommen zu werden. Nebst elf Checkpunkten am Kundenfahrzeug (siehe Box) geht es beim AEC vor allem auch ums Gespräch bei der Wagenrückgabe: Nebst dem Reifendruck, dem Verwenden energieeffizienter Reifen, dem Hinweis auf das Ausladen unnötigem Gepäcks oder etwa dem sinnvollen Einsatz elektrischer Verbraucher geht es auch um einen energieeffizienten Fahrstil.

Checkpunkt des Monats: energieeffizient Fahren
Insgesamt haben wir zwölf Eco-Tipps formuliert und in einem handlichen Flyer zusammengefasst. Zwei Tipps möchte ich gerne hervorheben Der Checkpunkt des Monats Februar dreht sich darum rund um das Thema «EcoDrive». Der AEC-Kooperationspartner Quality Alliance EcoDrive führt unter anderem das DrivePlus-Coaching durch. Während die Grundsätze «zügig beschleunigen, früh hochschalten, im höchstmöglichen Gang fahren und vorrausschauend fahren» hinlänglich bekannt sind, können AGVS-Garagisten beim AEC-Gespräch mit Fachwissen punkten. «Denn selbst mit Automatikgetriebe, Hybrid- und Elektroautos ist der Einfluss des Fahrers entscheidend», so Markus Peter, beim AGVS für die Bereiche Technik & Umwelt zuständig. EcoDrive-Geschäftsführer Reiner Langendorf betont, dass dem Garagisten eine wichtige Aufklärungsrolle zukomme:
 
Herr Langendorf, welche Tipps kann ein Garagist seinen Kunden geben, um mit einem energieeffizienten Fahrstil CO2, Treibstoff und somit Kosten zu sparen?
Reiner Langendorf: Dank vorausschauendem Fahren kann man frühzeitig reagieren, den Schwung nutzen und das Fahrzeug rollen respektive segeln lassen. Die Fahrt wird ruhiger und sparsamer. Hohe Gänge, das heisst niedrige Touren, haben ebenfalls eine grosse Wirkung. So kann man beispielsweise im fünften oder gar sechsten Gang mit 50 km/h fahren und im Vergleich zu kleineren Gängen deutlich Energie sparen. Gegenüber einer Fahrt im dritten Gang macht dies bis zu 45 Prozent Einsparung aus – und man ist nicht langsamer. Übrigens stellen wir die Flyer den Garagisten kostenlos zur Verfügung, zur Auflage am Empfang oder beispielsweise als Rechnungsbeilage.

Energieeffiziente und umweltfreundliche Mobilität: Wie lautet das gut in den Kundenalltag integrierbare Rezept?
Es ist ja nicht so, dass wir Eco-Tipps «erfunden» haben. Sie sind auch bei den Autoherstellern zu finden. Das Ziel ist immer, die heutige Technik optimal zu nutzen. Das Rezept für den Alltag: sich einen Sport daraus machen, so effizient wie möglich unterwegs zu sein. Vereinfacht gesagt wie beim Velofahren, da macht man das automatisch: Man pumpt, nutzt hohe Gänge, hat keinen unnötigen Ballast, nutzt den Schwung, lässt rollen und vermeidet unnötige Stopps. Genau so funktioniert EcoDrive!

Welche gemeinsamen Anliegen verfolgen EcoDrive und der AEC?
Die beiden Angebote ergänzen sich optimal und zeigen, dass unabhängig von Alter und Marke des Fahrzeugs Treibstoff gespart werden kann. Ein gut gewartetes AEC-Fahrzeug effizient gefahren birgt ein enormes Energiesparpotenzial. Die Automobilisten sparen Treibstoff und sind erst noch sicherer unterwegs, was will man mehr?

Welchen Klischees über das energieeffiziente Fahren begegnen Sie häufig?
Tatsächlich kursieren immer noch Märchen: EcoDriver würden langsamer fahren. Niedertouriges Fahren führe zu Motorproblemen. Die Klimaanlagen werden beschädigt, weil sie nicht dauerhaft in Betrieb seien. Die Batterien leeren sich, weil die Start-Stopp-Automatik genutzt werde... Hier können die Garagisten zur Aufklärung beitragen.
 
Wie wichtig ist es in Ihren Augen, als Garagist aktiv auch als Berater und Dienstleister im Kundenservice wahrgenommen zu werden?
Eine Grosszahl der Automobilisten hat das Autofahren noch auf einer völlig anderen, sprich älteren, Motorentechnik erlernt und nutzt die heutigen Möglichkeiten wenig, falsch oder überhaupt nicht. Die genannten «Märchen» sind weit verbreitet. Und genau hier spielt der Garagist als Vertrauensperson in Sachen Automobilität eine wichtige Rolle zur Aufklärung und Unterstützung der Autofahrerinnen und Autofahrer. Wir tragen gerne unseren Teil dazu bei.
 
Die AEC-Kontrollpunkte am Fahrzeug
• Wo möglich liest der Garagist den Fehlerspeicher, namentlich den Zustand der Motorelektronik, inklusive Partikelfilter, Katalysator, Lambdasonde aus.
• Der Reifenluftdruck wird gemessen; alle Reifen werden auf den optimalen Druck gebracht. Alter und Profil der Reifen werden überprüft.
• Optional kann der Luftfilter kontrolliert werden.
• Das Treibstoffsystem und die Auspuffanlage werden auf Dichtheit sichtgeprüft.
• Die Kühlfunktion der Klimaanlage wird gecheckt.
• Es wird Augenmass genommen, ob Öl- und Kühlwasserverluste auftreten.
• Es wird kontrolliert, ob unnötig ein Gepäckträger respektive weiterer Ballast mitgeführt wird.
• Der Einsatz der elektrischen Verbraucher, insbesondere Tagfahrlicht, Sitzheizung et cetera wird angeschaut.
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