Mit Pneuwissen punkten

16. März 2018 autoenergiecheck.ch – Die Sommerpneusaison ist lanciert – und mit ihr die Chance, den Kunden einige Tipps rund um den Reifen mit auf den Weg zu geben und sich als Experte zu profilieren.


 
tki. Das Reifendruck-Optimierungs-Programm (ROP) des AGVS zielt darauf ab, dass möglichst viele Fahrzeuge mittels eines um 0,3 bar höheren Reifendrucks energieeffizienter unterwegs sind. Dieser Aspekt wird auch beim AutoEnergieCheck (AEC) berücksichtigt. Denn dank dem tieferen Rollwiderstand wird die Umwelt entlastet und die Autofahrer können sich über einen geringeren Treibstoffverbrauch freuen. «Wichtig zu wissen, ist, dass der Reifendruck dem Beladungszustand und der Aussentemperatur anzupassen ist», erklärt Markus Peter, beim AGVS für die Bereiche Technik & Umwelt zuständig. «Bei hoher Belastung muss also ein höherer Druck verwendet werden, bei steigender Aussentemperatur steigt auch der Druck im Reifen an», nennt er die Grundregel.

Kalt oder warm?
Achtsame Garagenkunden, die zwar ihren Reifendruck selbst im Auge behalten, könnten beispielsweise auf folgenden Punkt aufmerksam gemacht werden: «Der Reifen erwärmt sich während der Fahrt. Wer also an der Tankstelle anhält, um seinen Reifendruck zu messen, erhält einen höheren Wert angezeigt als bei der Messung des kalten Pneus», erklärt Peter. Die Herstellerangaben beziehen sich derweil stets auf den empfohlenen Reifendruck eines kalten Reifens, der die Aussentemperatur vorweist. Einige Garagisten führen eigene Luftdrucklisten mit Erfahrungswerten nach Fahrzeugtypen und Reifendimensionen.
 
Aktiv den Grossansturm vorbeugen
«Den meisten Kunden sind die Vorteile des erhöhten Reifendrucks und des richtigen Pneus nicht bekannt», zeigt AEC-Partner Bruno Muri von der Garage Muri Handlungsbedarf auf. Der AGVS-Betrieb in Ruswil klärt seine Kunden deshalb bei jedem Reifenwechsel über den Zustand ihrer Pneus auf. Muri: «Müssen dann eventuell Reifen ersetzt werden, lassen wir den Kunden vor Saisonbeginn eine Offerte zukommen und fragen anschliessend telefonisch nach, ob wir die Pneus ersetzen dürfen. Wenn dem so ist, können wir dank der bei uns eingelagerten Kundenräder die Pneus bei verfügbarer Kapazität vorab vorbereiten.» So schafft es die Ruswiler Garage, den Pneuwechselansturm in Grenzen zu halten und den Kunden erst noch kurzfristige Termine einzuräumen.

Professionalität ist verbrieft
«Eine gute Vorbereitung ist das A und O», ergänzt Beat Salzmann, Inhaber der Forellensee Garage. Der Betrieb in Zweisimmen führt vor der Reifenwechselsaison eine Checkliste.
 
Proaktive Kundeninformation und Beratung, dann eine Initialbestellung auslösen, eine Terminplanung erstellen, bevor es zur eigentlichen Montage geht. 
«Somit können wir den positiven Eindruck vermitteln, dass wir Garagisten Reifenspezialisten sind», appelliert Salzmann an Professionalität bei der Auftragsplanung.

Für den AEC-Partner steht zudem fest, dass es sich lohnt, auf die offziellen und renommierten Kooperationspartner des AGVS aufmerksam zu machen. «Es ist den Kunden noch zu wenig bekannt, dass der AEC durch EnergieSchweiz unterstützt wird. Und beim ROP handelt es sich um ein vom Bundesamt für Umwelt anerkanntes Emissionsreduktionsprogramm, das nur von zertifizierten AGVS-Betrieben ausgeführt wird», so Markus Peter.

Aktiv ein Zusatzgeschäft generieren
Fakt ist, dass sich AEC-Partner vor allem durch Kundeninformation und Beratung hervortun können. «Dank dem AEC ergeben sich gute Kundengespräche, was sich positiv auf die nachhaltigen Geschäftsbeziehungen auswirkt», betont Beat Salzmann. Bruno Muri hängt ein: «Und es kommt durchaus vor, dass sich ein Kunde dazu entscheidet, einen neuen Satz Reifen zu kaufen, nachdem wir ihn über das Potenzial besonders energieeffizienter Reifen aufgeklärt haben.» 
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